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Sonntag, 16. August 2009

Ein Pälzer geht fremd

Was ich hier jetzt schreibe scheint mir selbst unglaublich !
Am Freitag war die "beste Ehefrau von allen" und ich im Roihessische, freiwillig, vorsätzlich und zum wiederholten Mal in kürzester Zeit. Allein das ist schon außergewöhnlich.
Anlass war #wtis09 (wasn dess? werden sich die Nichtzwitscherer fragen, also das ist der Hashtag mit dem man bei Twitter alle Tweets zum Thema finden kann , noch Fragen ?), ein zwangloses Treffen netzaffiner Leute die sich teilweise kannten, deren Blogs schon im Reader gegenseitig gelesen wurde oder Follower, Webworker und andere Interessierter, also ganz normale Leute eben .
Frank hatte gerufen und es kamen viele ( hier die Facebook Anmeldeliste ) leider konnte ich nicht mit allen sprechen, das lies die lange Tafel nicht zu ( Ich hasse lange Tafeln habe ich das schon einmal gesag, viel besser wäre doch ein Kreis, ein Stuhlkreis vielleicht #Verbesserungsvorschlag).
Die Metropolregion schickte also auch eine Delegation, mit Theo und #myfrau also seine Frau (damit keine Missverständnisse/Gerüchte entstehen), Thomas und uns waren wir sehr stark vertreten.
Die Lokation ausgesprochen schön, der Margarethenhof  in Schwabenheim an der Selz (ein Blick ins Lokal, seht selbst), der Service sehr aufmerksam, nett und immer gut gelaunt, auch bei der Menge an Besucher und noch spät am Abend !
Und jetzt kommts (Achtung für sensible Pälzer , ab hier bitte nicht mehr weiterlesen !!!) .

Einen Wein hatten die...nicht zu fassen, mit anderen Worten SAUGUT !
Es begann mit einem grünen Veltliner, noch etwas skeptisch und vorsichtig ,der war aber nicht nur gut, für ein nicht typisch deutsches Gewächs empfand ich ihn sogar als sensationell. ( Nein ich vergebe keine Punkte ).

 Nach einigen netten Gesprächen und der Nahrungsaufnahme ( Spundekäs und Tapas ...Bild)
 
 

beschlossen Thomas und ich uns das Ganze mal im Verkostungsraum näher anzusehnen, der Pälzer und der Badenser machten sich auf und wurden im Weinkeller fündig, da war sie, die Verkostung, der Magarethschen Produkte. Mit einem echten Profi an der Seite macht so etwas natürlich noch mehr Spass !
Und wir haben alle probiert (die Weißen, außer dem Chardonnay. Chardonnay kann ich nicht leiden, mag ich nicht !), die Roten haben wir uns für #wtis10 (ihr wisst schon) aufgehoben. und wie ich befürchtete gehofft hatte war da kein Ausreißer dabei, die Preise moderat und deshalb für mich eine klare Kaufempfehlung.
Den Abschluss dieses Abends bildete ein Riesling, der sich nirgends verstecken muß !
Verabschiedung bei den Anwesenden, gemütlich Heimfahrt und beschlossen : da fahren wir wieder hin !!!
Eine profihaftere Verkostungsbeschreibung liefert vielleicht 25cl, ich kann nur soviel sagen, wer da in die Gegend kommt,  unbedingt anschauen, probieren...toll.
Ah und für die Pälzer Winzer: zieht euch warm an: da geht was in Rhoihesse. Meine von Palzwein geprägter Gaumen wurde jetzt schon zum wiederhohlten Mal von den Weinen Rheinhessens mehr als überrascht, wenn ich da noch ein paar Jahre zurückdenke, mannmannmann ich kann es echt nicht glauben !


Für Alle die wtis09 verpasst haben, hier schon die Einladung für 2010:
Listen!

Und faßt hätte ich es vergessen, am Bratwurststand trafen die Pälzer noch eine ausgewanderte Bekannte, die wir schon mindestens 15 Jahre nicht gesehen hatten...Sachen gibts ! Zur Bratwurst muß ich auch noch etwas los werden : auch hier wurden wir mehr als positiv überrascht, getreu dem Spruch : zure guuude Worscht braucht merr kän Senf, schoben wir das Senffass gaaaanz weit weg, also Brodworscht können die auch !
Respekt !

 Hier der Artikel auf INJELA

Schnappschüsse:



Freitag, 10. April 2009

Twittertreffen auf der Königsmühle

Gestern kam es zu einem spektakulärem Treffen auf der Königsmühle in Gau-Odernheim. eine Dorf in Rheinhessen, das ich bisher nur von der Vorbeifahrt auf der Autobahn kannnte, dort liegt die  Königsmühle

Größere Kartenansicht das Domizil von @wuertz und @gewuertz , Dirk ist eigentlich Oggerschummer mit Wurzeln in Friesnm und wir fanden sehr schnell einige gemeinsame Bekannte, das war mehr als witzig. Nach und nach trafen die anderen Twitterer/Blogger/Winzer/Hoheiten und Gäste ein
Ultes, 
KJ Thul,
Kreuznach Blog
Die Weinkönigin Susi (nein, ich hebe keine Autogrammkarte @winzerblog ;-) )
Mgmall
CIBiene
chreiche
und noch ein Pälzer, dessen Name und Nick ich leider vergessen habe, sorry
Christian  !!!
Es entwickelten sich sehr nette Gespräche und eine Weinverkostung, ihrer ganz eigenen Art, sehr entspannt, sehr ausgiebig von vielen Fachbegriffen begleitet, ich erfuhr einiges über die Besonderheiten Rheinhessens und der Mosel und ganz viel über Wein Export und Verkauf, Prüfungshalbfinals, vergessenen Fässern im Weinkeller und Weinjournalisten.
Dirk ließ es sich nicht nehmen den "Webber" anzuschmeißen und Spanferkelkottlets und Würstchen zu grillen, perfekt.... sehr zahrt und saftig, er machte seinem Ruf als Grillmeister alle Ehre und der Grilllehrgang am nächsten Dunnerschdach (!) ist bestimmt ein Höhepunkt und sehr zu empfehlen. Natürlich darf ich die leckeren Salate die die "Königs-Müllerin" zubereitete nicht vergessen.
Die Würtzchen Weine die ich leider nicht alle verkosten konnte ( Führerschein ! und ich hasse auspucken, ausser er schmeckt mir nicht) überzeugten als für mich typische Rheinhessen und waren auch für den Pälzergaumen ein Genuss.
Übrigens die Pälzer waren in der Überzahl und so gab es fast keine Sprachprobleme, als ich mich jedoch mit einem einheimischen Skatbruder ( Parallel Event in den Räumen der Mühle) unterhielt, hatte ich doch das ein oder andere Problemchen, das sich aber durch hartnäckiges Nachfragen beheben ließ.
Alles in Allem ein mehr als gelungener Abend

Hier ein paar Eindrücke:


Blog-Twittertreff 9.4.09

Artikel und weitere Bilder beim :
Kreuznachblog
Weinfachberater

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Alles muß raus

aus dem Kühlschrank.
Die vorweihnachtliche Aufräumaktion beginnt, wir starten mit dem Kühlschrank und dem Keller.
Zuchini, Gurken, Paprika, Speck und Pilze ein paar Kartoffeln dazu fertig, etwas Rohkostsalat und schon gibt es wieder mehr Platz.

Der 5.-€ Chianti vom Al:di war auch ganz gut.

Dienstag, 25. November 2008

Zur Belohnung

Nach Tagen Nächten harter Arbeit habe ich heute die Basteleien an meinem neuen System erfolgreich abgeschlossen. Neuer Rechner, neuer Router, neuer Provider, neues Netzwerk und Trallala.
Ganz viel 'try and error' und noch mehr Geduld, aber jetzt läuft alles so wie es soll.
Ich freue mich und habe mich dann auch gleich belohnt , zur Feier des Tages habe ich mir einen '93 Chianti Classico von der Fattoria Aiola gegönnt, der sich schon ziemlich lange in meinem Keller ausgeruht hatte und mir förmlich entgegen rief : nimm mich !
OK warum nicht und schon war es um ihn geschehen .

Freitag, 31. Oktober 2008

Ausgeschlafen

Nein nicht der "Weckruf aus dem Trink Dank" (oder wie das Ding heißt) hat mich geweckt, bin schließlich auch kein "Weinblogger" Iris Post zum Werbeverbot für Wein in Frankreich hat mich schon gestern den Kopf schütteln lassen.
Sooo ein Quatsch, kaum zu fassen.
Vielleicht hilft das hosten der Blogs bei einem nicht französischen Anbieter, wo es erlaubt ist, über seine Produkte zu schreiben oder für sie zu werben.
Kommt dann alles auf einen Index und wird gefiltert, wie in anderen großen *Demokratien*, schalten die dann das www ab oder wie soll man sich das vorstellen.
Hier gibt es sicher auch bald solche Intelligenzbolzen, die sich für so ein Werbeverbot einsetzen, ich höre sie schon mit den Füßen scharren.
Liebe Franzosen auf zu neuen Hostern !
Kann mal jemand ein Banner basteln, bitte.


Via Matthias

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Weinrallye Nr 16 und ich mache zum ersten Mal mit


Die 16. Weinrallye ist am Start, und Theo  "der Biertrinker", ist der Schirmherr.
Weingenuß im Restaurant ist das/sein Thema, und dazu läßt sich wirklich viel sagen, also wer trinkt was, warum und wozu.
Ein ganz klares: " Es kommt darauf an ....", wo ich bin , was ich essen, die Jahreszeit und wie meine allgemeine Verfassung.ist.
Aber auf alle Fälle: " Das Leben ist viel zu kurz um schlechte Weine zu trinken"
Bei unseren Stamm Restaurants kenne ich sowohl den Chef als auch die Weinkarte und habe deshalb keine Probleme den entsprechenden Weine zum Essen zu finden und lasse mir auch sehr gerne etwas neues empfehlen, da man dort meinen Geschmack kennt.und ich auch deshalb großes Vertrauen habe.
Wenn wir zum Griechen unseres Vertrauens gehen, wähle ich meistens einen roten Hauswein (1 bis 2mal im Jahr), der in ganz guter Qualität aus dem Faß, dort angeboten wird. Sind wir bei einem Griechen den wir nicht kennen (was ganz ganz ganz selten vorkommt), werde ich eher auf ein Bier zurück greifen, denn die Erfahrung hat gelehrt, daß man da manches mal einen ganz schönen Fusel für ziemlich viel Geld vorgesetzt bekommt, zumal die meisten Griechen ihre Speise-Angebote total überwürzt haben und ich dann ziemlich viel zu trinken dazu brauche.
Beim Italiener verhält es sich ganz ähnlich, beim Italiener unseres Vertrauens folge ich aber meistens der Empfehlung des Chefs, der mir bisher meistens den richtigen Wein vorgeschlagen hat, und zur Pizza um die Ecke finde ich paßt ein Bier hervorragend.
Beim Asiaten unseres Vertrauens wähle ich immer Bier,obwohl dort sehr ordentliche Pälzer Weine angeboten werden, Stäbchen und Wein, nein irgendwie paßt das nicht.
Grundsätzlich läßt sich sagen, daß ich nur bei mir bekannten Läden zum Essen Wein trinke, die Gefahr eine schlechten Wein vorgesetzt zu bekommen oder einen der mir nicht schmeckt ist mir einfach zu groß, oder ich probiere einen und beim nächsten Besuch werde ich, falls er mir geschmeckt hat und wir wieder kommen,  darauf zurück greifen.
Es ist Vertrauenssache, in einem Laden mit aufmerksamen Service, wo der Service auch den Unterschied zwischen einem Riesling und einem Ruländer kennt, wo das Ambiente stimmt, ich mit Bekannten bin, man den Chef auch mal persönlich sieht oder ich schon öfter mal war, werde ich als Weintrinker auch Wein trinken, bei besuchen in mir völlig unbekannten Lokalen, mache ich erst einmal keine Experimente, da ist das Experiment Essen schon manches mal in die Hose gegangen und die Getränke Karte bietet meistens noch irgendwelche Alternativen zum herunter spülen. Ich lasse also die Begleitung gerne einen Wein bestellen, trinke schon mal ein Bier für den Durst, und probiere dann, ob ich nicht vielleicht doch......
Es kommt immer darauf an, bin ich nur zur Nahrungsaufnahme dort oder möchte ich einen angenehmen Abend verbringen, bin ich in Gesellschaft oder gehen wir gemütlich aus, habe ich das Lokal bewußt ausgewählt oder weil es eben auf dem Weg liegt.
In "de Palz":
probiere ich gerne die entsprechenden Lagen, es käme mir nicht in Sinn zB in Bockenheim einen Edenkobener Klostergarten zu trinken.
Anderes Deutschland:
 wenn ich auf der Weinkarte nur Liebfraumilch oder Kröver Nacktarsch finde, lasse ich die Finger davon und  wähle ein regionales Bier.
Im Ausland:
bin ich wesentlich experimentierfreudiger und entspannter, dort  probiere ich die Weine aus der Region, ich würde daher niemals nicht  auf die Idee kommen z B im Lanquedoc einen chilenischen oder südafrikanischen Wein zu bestellen, der könnte noch so gut sein, selbst wenn ich ihn kenne und einen deutschen schon gar nicht.
Bei Einladungen ins Restaurant :
greife ich meistens auf die Empfehlung des Gastgebers oder des Service zurück und steige danach vielleicht auf etwas anderes um.

Der Preis ist meistens kein Kriterium auch wenn ich schon das ein oder andere "Vertelche" den Abend über trinke.
Hmmm, wenn ich das so lese, doch ziemlich kompliziert das ganze , mit mir und Wein und Restaurantbesuch !
Ach ja, das hätte ich fast vergessen, wenn  auf der Weinkarte bei den offenen Weinen  die Gebindegröße mit 0,2l angegeben ist, habe ich irgendwie ein Problem egal wo und bei welcher Gelegenheit, das ist sicher ein Gendefekt, ich glaube diese 0,05l gehören einfach zum Genuß dazu.

Noch Fragen Theo ?

Donnerstag, 14. August 2008

Woiflasche-Uffmacher Teil 1

Ganz wichtiges Werkzeug
ohne des geht fascht nix

Dienstag, 12. August 2008

Dubbeglas

Auf den Bildern Dubbegläser aus Pressglas.


S'Dubbeglas gibt es so nur in der Palz. Auf den echten also geschliffenen Gläsern sind nur ganze runde Dubbe eingeschliffen auf den billigeren Pressgläsern, die man auf den Weinfesten und Kerwen sieht, können an den Nahtstellen auch halbe Dubbe zu sehen sein.
In ein Dubbeglas geht ein Schoppen also ein halber Liter Wein oder Schorle, für andere Getränke ist es nicht vorgesehen.

Natürlich wird auch der 'Trollschoppen' im Dubbeglas gereicht, und die Erklärung dafür ist mir hier am sympatischten, ich denke auch, daß der Trollschoppen nichts mit dem Nachhauseweg, sondern etwas mit dem weiterreichen zu tun hat. Für nähere Infos wäre ich dankbar.

Dubbe sind deshalb darauf, damit das Glas nicht so leicht aus der Hand rutscht, um es griffiger zu machen, wenn man schon den ein oder anderen Schoppe 'gepetzt' hat.
Für den kleinen Durst gibt es auch ein Dubbeglas, in das nur einen viertel Liter hinein paßt, das trifft man aber eher selten an und es wird vor allem viel schneller leer.

Montag, 11. August 2008

Moin Winzer

Hier (in de Palz) hat jeder seinen eigenen Winzer und auch nur von diesem schmeckt der Wein, alle anderen Lagen oder Anbauregionen taugen nichts, deshalb spricht hier jeder von seinem Winzer, und meint das auch so.
Der Winzer gehört mit zur Familie, ist Bestandteil vieler Fachgespräche und überhaupt, wenn dann doch einmal ein anderer Wein auf den Tisch kommt, sind das meist Präsente, die ja eh weg müssen, und erhält er die 'kann mer dringe' Auszeichnung, hat der Schenker das größt mögliche Lob erhalten.
Oft bezieht eine Familie schon seit Generationen ihren Tischwein von ein und dem selben Weingut und der ist der Beste überhaupt, "ausländische Ferz" kommen schon gar nicht auf den Tisch.
Mit großem Unverständnis reagiert der Pälzer wenn er in einer Weinstube oder Restaurant für ein Viertel (0,25 !) mehr wie 2.50€ bezahlen soll, denn bei seinem Winzer kostet ein viel besserer ja nur 2,20€ und das pro Liter.
Eine Ausnahme gibt es nur bei Weinfesten, da kann man auch gerne etwas mehr bezahlen, denn es ist ja 'sooo schä do'.
Weine aus Franken oder von der Mosel schmecken dem Pälzer nicht und sind auch viel zu teuer, für den Würtemberger hat der Pälzer kein Verständnis und noch kleinere Anbaugebiete in Deutschland kennt er gar nicht, warum auch, 'de beschte Woi gibts eh bei uns'
Das ist keine Arroganz , nein das sind Tatsachen an denen nicht gerüttelt werden kann..